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Caracallathermen
- Terme di Caracalla |
Die
Caracallathermen liegen im Süden der Stadt. Mit ihrem Bau
wurde unter Kaiser Septimus Severus 207 n. Chr. begonnen; die
Fertigstellung erfolgte unter Kaiser Caracalla im Jahre 216 n.
Chr. Sie dienten nicht nur als Badeeinrichtung und Sportstätte,
sondern die Römer trafen sich dort auch, um zu diskutieren,
einzukaufen oder die dort erbaute große Bibliothek zu besuchen.
Auf
einer Gesamtfläche von 330 qm wurden riesige Hallen mit Kuppel-
und Halbkuppeldächern errichtet. 1600 Menschen konnten gleichzeitig
baden und spielen. Wände und Fußböden waren reich
verziert mit Mosaiken und Fresken.
Die
Caracallathermen gelten als eine der luxuriösesten Freizeitbauten.
Auch die Ruinen künden heute noch davon.
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| Tiberinsel
- Isola Tiberina |
| Die
Tiberinsel liegt inmitten des Flusses auf der Höhe Lungotevere
de Cenci und Lungotevere Anguillara. Sie besteht aus Sedimentgestein,
ist also das Ergebnis einer ständigen Anschwemmung von Materialien,
die der Fluss an der hier befindlichen Schleife angespült hat
und die sich hier aufgrund der geringeren Fliessgeschwindigkeit
des Wassers ablagern konnten. Im Laufe der Geschichte trug die Insel
verschiedene Namen – Insula Tiberina, Insula Tiberis, Insula Aesculapii
und Insula Lykaonia. Unter der Erde sind hier noch Reste alter Bauten
erhalten geblieben, beispielsweise die Tempel Jupiters, des Fauns,
der Dea Bona und der Witwen. Heute befinden sich auf der Insel interessante
Bauwerke wie die Kirche San Bartolomeo, das von den Schülern
des Hl. Giovanni di Dio 1584 begründete Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder und der Turm Torre dei Caetani auf der Landzunge, die
zur Brücke Ponte Fabricio führt. Der Turm zeugt noch von
den im 11. und 12. Jahrhundert auf der Insel errichteten Befestigungsanlagen
einer wichtigen päpstlichen Bastion.
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| Villa
Borghese |
| In
einem Brunnen plätschert das Wasser über eine laszive
Frauengestalt, ein alter Herr liest Zeitung im Schatten der Pinien,
Rollerblader sausen am Eiswagen vorbei. Die Villa Borghese, oberhalb
der Spanischen Treppe gelegen, ist eine grüne Oase im chaotischen
Rom und der wohl beliebteste Park der Stadt - und ein sehr demokratischer
dazu: Gut situierte Bürger flanieren hier ebenso wie Obdachlose.
Erst vor 100 Jahren wurde die Villa Borghese offiziell von einem
adeligen Lustgarten zu einem öffentlichen Park. Jetzt feiert
Rom den Übergang der grünen Idylle in den Besitz der Stadt
mit einem grossen Festprogramm. Heute ist die 80 Hektar grosse Anlage
das, was der römische Bürgermeister Walter Veltroni stolz
den «grössten Kulturpark Europas» nennt: Nur ein
kleine Spaziergang trennt die Meisterwerke in der Galleria Borghese
von Bildern von Matisse und Mirò in der Galleria Nazionale
d'Arte Moderna und von den bronzenen Urnen im Museo Nazionale Etrusco
- dazwischen gibt's Eis am See, in dem Ruderboote dahindümpeln.
Oder einen kleinen Ausflug in den Zoo, in dem die Römer seit
1911 Flamingos und Elefanten bestaunen. |
| Piramide
di Caio Cestio |
| Dieses
grosse Grabmal neben der Porta di San Paolo liess sich der sehr
reiche Prätor und Volkstribun Caius Cestius errichten.
Das Bauwerk wurde im Jahr 12 v. Chr. in nur 330 Tagen errichtet
und mit Marmor verkleidet; es misst an der Basis 29,50 Meter, seine
Höhe beträgt 36,40 Meter. Ein langer Gang führt in
die rechteckige, mit alten Malereien ausgestattete Grabkammer.
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| Palazzo
del Quirinale |
Der
Palast, dessen Geschichte mit verschiedenen Päpsten verbunden
ist, erhebt sich auf dem gleichnamigen Hügel. Papst Gregor
XIII. liess das ursprüngliche Gebäude aus dem 15. Jahrhundert
zu einer Nebenresidenz des Vatikans umbauen. Diese Funktion erfüllte
der Palast auch bis 1870, als er zur Residenz der italienischen
Könige wurde. Die italienischen Könige machten aus dem
Palast eine echte Königsresidenz und liessen wertvolle Möbel,
Einrichtungsgegenstände und alte Gemälde hierher bringen.
Der grossartige Park ist reich an baumbestandenen Alleen, seltenen
Pflanzen und Brunnen. Seit 1947 ist der Palazzo del Quirinale
Residenz des Italienischen Staatspräsidenten. Die streng
wirkende Fassade wurde von Fontana im typischen Stil der Spätrenaissance
entworfen. Sie ist geprägt durch zwei Reihen Fenster und
ein grosses Portal aus dem 17. Jahrhundert von Carlo Maderno.
Die Säulen des Portals tragen ein Tympanon, auf dem die Statuen
der Hll. Petrus und Paul ruhen. Darüber sieht man die Segensloggia
von Gian Lorenzo Bernini aus dem Jahr 1638. Links davon steht
der gut sichtbare Wachtturm. Rechts vom Portal liegt dagegen ein
schmaler Flügel, auch ‚Manica Lunga' (Langer Ärmel)
genannt, der in mehreren Bauphasen für Sixtus V., Alexander
VII. und Clemens XII. erbaut wurde und 360 Meter lang ist. Auch
das Innere des Palastes hat bedeutende Kunstwerke zu bieten: Scalone
d'Onore (Ehrentreppe), Mascherino-Palast, die mit Fresken und
einem Basrelief von Taddeo Landini geschmückte Sala Regia
(Königssaal), Cappella Paolina mit einer reich ausgestatteten
Kassettendecke, Cappella dell'Annunciata, Sala del Diluvio, Sala
del Balcone und Salotto di San Giovanni Battista. Darüber
hinaus sind Werke von Sandro Botticelli, Claude Lorrain, Lorenzo
Lotto und Lorenzo Monaco zu sehen. Besonders schön und gepflegt
ist der Park mit der Fontana dell'Organo, deren Wasserspiel von
Giovanni Fontana geschaffen wurde, und dem Coffee House mit Gemälden
von Giovanni Paolo Pannini im Raum im Mezzanin.
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